Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /home/.sites/538/site2143/web/projekte/musikverein-windhaag/libraries/cms/application/cms.php on line 464 Die Marketenderinnen der BKK Windhaag
Montag, 18 November 2013 10:54

Die Marketenderinnen der BKK Windhaag

geschrieben von 
v.l.: Stefanie Huber, Melanie Kastner, Gabriele Stieger, Evelyne Stieger; Der Begriff Marketenderin wird für Frauen verwendet, die eine Marsch- oder Blaskapelle begleiten (hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich, Nordhessen und Südtirol)...
Ein Marketender (von italienisch mercatante oder mercadante, Nebenform zu mercante „Händler“) ist jemand, der militärische Truppen begleitet, verpflegt und medizinisch versorgt. Der Begriff kommt aus dem mittelalterlichen Militärwesen. Frühe Marketenderinnen wurden bereits bei der Schlacht bei Qadeš (auch: Kadesch) zwischen dem Alten Ägypten unter dem Pharao Ramses II. und den Hethitern unter König Muwatalli II. im Jahr 1274 v. Chr. erwähnt. In der Historie gehörten bereits früh sowohl männliche als auch weibliche Marketender selbstverständlich zum Tross der antiken, spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Heere. Fast jedes Fähnlein der Landsknechte hatte im Mittelalter einen eigenen Marketender, der die Soldaten als Händler mit Lebensmitteln versorgte. Frauen kombinierten diesen Beruf häufig mit Prostitution. Während des Dreißigjährigen Krieges versorgten sich die Heere vermehrt durch Plünderungen, was die Marketender überflüssig machte. Ungeachtet dessen gab es diesen Beruf auch in späterer Zeit, so z. B. unter Napoleon während des Russlandfeldzugs 1812 bis zum Ersten Weltkrieg 1914–1918. In der Bundeswehr wird der Begriff Marketender für fahrbare Kioske benutzt, welche auf Truppenübungsplätzen die Soldaten mit Marketender-Waren – Süßigkeiten, Zeitungen, Zigaretten, also üblichen Kioskwaren – versorgen. Auch Waren (unter anderem Zigaretten und Spirituosen), die Bundeswehrsoldaten als Teilnehmer an Übungen im Ausland und auf Auslandseinsätzen zollfrei erwerben können, werden als Marketenderwaren bezeichnet. Im Rahmen dieser Auslandseinsätze bietet der Marketender auch viele Waren an, die im Heimatland in einem normalen Geschäft erworben werden können (z. B. Drogerieartikel wie Rasierschaum, Duschgel und Papiertaschentücher). Da in einem Einsatzgebiet die Infrastruktur entweder nicht vorhanden oder unzureichend ist und die Sicherheitslage es dem einzelnen Soldaten oft nicht erlaubt, auf einem Markt oder Basar einzukaufen, werden auf diesem Weg die Grundbedürfnisse der Soldaten befriedigt. Insofern spielt die Versorgung durch den Marketender eine wichtige Rolle für den Erhalt der Moral der Soldaten. Das zeigt sich unter anderem auch darin, dass die Versorgung des Marketender mit Waren heute auf dem militärischen Nachschubweg erfolgt, um die Verfügbarkeit in Krisenregionen sicherzustellen. Quelle: wikipedia (18.11.2013)
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