Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /home/.sites/538/site2143/web/projekte/musikverein-windhaag/libraries/cms/application/cms.php on line 464 Die Entwicklung als Bestandteil des Bürger Schützenkorps...

Die Entwicklung als Bestandteil des Bürger Schützenkorps...

Nach der französischen Revolution erstarkte das Selbstbewusstsein des Bürgertums. Dies wirkte sich auch auf die aktive Musikpflege aus. Es wurden z.B. Konzerte nicht nur mehr in Adelspalais, sondern auch im zunehmenden Maß in Bürgerhäusern und Konzertsälen abgehalten.

Kaiser Franz I. hat 1827 mit den traditionellen Musikerprivilegien gebrochen und das "Musizieren zu einer freien und jedermann unverwehrten Sache" erklärt und damit auch der Blasmusik den Boden bereitet. Kaiser Franz Josef führte 1852 das Vereinsgesetz ein und die Vereine mussten sich Statuten auferlegen. Die meisten Blasmusikkapellen wurden von da an bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges gegründet. So auch die Musikkapelle der Bürgergarde Windhaag im Jahr 1890. Die Musikkapelle war seit 1890 wohl ein Verein, jedoch bis zum Zweiten Weltkrieg dem Bürger-Schützenkorps eingegliedert. Es gab wohl einen Kapellmeister, der Hauptmann der Bürgergarde war, aber zugleich auch der Obmann der Musik. Das Bürgerkorps selbst hat sich 1782 als solches organisiert. Erst nach der Einführung des Vereinsgesetzes durch Kaiser Franz Josef kam die Musikkapelle 1890 dazu.

Im Punkt VIII der Originalstatuten das Bürgerkorps vom 1. Juni 1897 ist der Paradedienst als Strebenswerk der Garde angeführt, der folgende Ausrückungen vorschreibt:

1) Am geburtstagsfeste Seiner Majestät des Kaisers.

2) Die Funktion in der heiligen Karwoche und bei der Auferstehung am Karsamstag.

3) Die Fronleichnamsgarde.

4) Bei anbefohlenen besonderen Kirchen und Gemeindefeierlichkeiten.

5) Bei Begräbnissen verstorbener Kameraden.

Im Artikel XIII der Statuten ist die Musikkapelle zitiert: "Was dies betrifft, bildet dieselbe mit dem Schützenkorps einen Körper und hat den im Punkte VIII der Statuten angeführten Dienstobliegenheiten ohne Entgelt mitzuwirken und bedarf nur einer Ausrückungsanzeige des Kommandanten an den jeweiligen Kapellmeister. Bei allen anderen vom Korps beschlossenen Ausrückungen aber wird die Musikkapelle nach Vereinbarung entlohnt. Die Leitung und Kassaführung bleibt ebenfalls der Musikkapelle überlassen."

Neben den Unterschriften der Gardisten haben auch Kapellmeister Karl AMSTLER, Karl SCHREDINGER als Musikwart und Franz KARLINGER als Kassier unterschrieben.

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